1.1 Anschluss des Kabels VAG-COM
Laptop und Auto müssen ausgeschaltet sein. Am besten schalten Sie das Autoradio aus und stellen das Getriebe (bei Automatik) auf „Parken“.
Zuerst schließen Sie das Kabel an den Laptop an, dann an den VAG-Stecker. Zuerst starten Sie den Laptop, dann schalten Sie die Zündung ein, starten aber den Motor nicht. Erst danach starten Sie das Programm.
Ziehen Sie das Kabel während des Betriebs nicht heraus. Das Auto kann gestartet und abgestellt werden, aber das Programm funktioniert nur, wenn das Auto mindestens mit Strom versorgt wird (Zündung eingeschaltet).
Nur mit dieser Vorgehensweise ist eine lange Lebensdauer des Kabels und der Steuergeräte im Auto gewährleistet.
Trennen Sie das Kabel in umgekehrter Reihenfolge: Programm beenden, Laptop ausschalten, Auto abstellen, Kabel aus dem Auto ziehen, dann aus dem Laptop.
1.2 Codierung
Um ein bestimmtes Bit in einem bestimmten Byte eines Steuergeräts zu ändern:
Gehen Sie über die Funktion „Auswahl“ in das Fenster zur Steuergeräteauswahl.
Wählen Sie im geöffneten Fenster das gewünschte Steuergerät aus.
Wählen Sie im Fenster des Steuergeräts „Codierung – 07“.
Klicken Sie im geöffneten Fenster auf „Lange Codierung“.
Im geöffneten Fenster sehen Sie Bytes und Bits, mit denen Funktionen aktiviert/deaktiviert werden.
Zur Aktivierung setzen Sie ein Häkchen im entsprechenden Bit. Zur Deaktivierung entfernen Sie das Häkchen oder wählen aus der Liste (wo möglich).
In seltenen Fällen müssen mathematische Operationen durchgeführt werden, um Werte aus den Hinweisen von vorhandenen Werten zu subtrahieren oder zu addieren.
Um die Biteinstellungen zu speichern, wechseln Sie mit der Tab-Taste auf ein anderes Bit, klicken dann links oben auf „Beenden“ und im Codierfenster auf „Ausführen“, um die neue Codierung zu speichern.
Vergessen Sie nicht, das Steuergerät zu verlassen, um die Funktion in der Praxis zu testen.
Nach Aktivierung einer wichtigen Funktion muss das Auto mit der Werksalarmanlage gesichert werden!
Nach dem Scharfschalten werden die Codierungen neu geladen, und nach dem Entsichern wird der neue Code aus dem EEPROM-Speicher gelesen!
Erst dann ist die Funktion vollständig aktiviert.
1.3 Adaption
Manchmal erfolgt die Codierung über die Adaption eines Steuergeräts.
Analog zur Codierung gelangen Sie zum Steuergerätefenster und wählen „Adaption – 10“.
Wählen Sie im oberen Feld den gewünschten Kanal und klicken Sie auf „Lesen“.
Im aktualisierten Fenster sehen Sie einen Hinweis, geben Sie den gewünschten Wert ein, klicken Sie auf „Speichern“ und verlassen Sie das Steuergerät.
1.4 Aktivierung versteckter Bits
Beschreibung
Fast jeder, der selbst mit VAG-COM in die „Gehirne“ seines Autos eingegriffen hat, ist auf das Problem versteckter Bits gestoßen, die manchmal für die Aktivierung bestimmter Funktionen sehr nützlich sind.
Besonderheiten
Funktioniert mit allen Programmversionen und ist die einfachste und effektivste Methode, da sie nur das Verständnis des Unterschieds zwischen „0“ und „1“ erfordert.
Methode
Ein Byte besteht aus 8 Bits, in unserem Fall von 0 bis 7 nummeriert.
Wenn wir uns das Fenster der Binärcodierung eines Bytes ansehen, sehen wir 8 Zeichen, jedes davon „0“ oder „1“. Wie leicht zu erraten ist, steht 0 für aus und 1 für an. Beachten Sie nur, dass die Werte im Binärformat umgekehrt zur Dezimalzählweise sind.
Mit anderen Worten zählen wir die Bits in der Binärcodierung von rechts nach links von 0 bis 7. Der Binärwert lässt sich leicht lesen, wenn man ihn sich als Bitnummern vorstellt: 76543210.
Und wie sich alle wahrscheinlich schon gedacht haben, müssen Sie nur das entsprechende Zeichen im Binärcode von „0“ auf „1“ ändern und „Tab“ drücken, um den Wert zu speichern.
Beispiel
Wenn nur die Bits 1, 3, 4 und 7 eingeschaltet werden sollen, sieht der Binärwert so aus: 10011010.
Wenn nur die Bits 0 und 2 eingeschaltet werden sollen, sieht der Binärwert so aus: 00000101.
1.5 Modellnummer des Steuergeräts
Beschreibung
Manchmal scheitert die Aktivierung einer Funktion an der Unterstützung durch das Steuergerät.
Um zu prüfen, ob Ihr Steuergerät eine bestimmte Funktion unterstützt, genügt ein Blick auf die Modellnummer des Steuergeräts.
Methode
Die Modellnummer des Steuergeräts steht im Feld „VAG-Nummer“ des Steuergerätefensters (auf dem Bild ist das 3T0 907 115 F).
1.6 Wichtige Informationen
Zurück zu vorherigen Einstellungen
Wenn Sie etwas „verstellt“ haben, gehen Sie in den Ordner „Debug“ (im Programmverzeichnis), öffnen Sie die Datei „CodingLog.txt“.
Dort werden alle Ihre Codierungsänderungen protokolliert. Stellen Sie zunächst die vorherigen Einstellungen wieder her!
18. Byte
Für alle, bei denen im 18. Byte des 09-Steuergeräts „00“ steht, bedeutet das nicht, dass Ihre Codierung genau so ist.
Bei Änderung dieses Wertes auf einen anderen und anschließender Rückkehr auf „00“ ist eine Rückkehr zum Ausgangszustand nicht garantiert.
Codierung der Motorelektronik
Für eine erfolgreiche Codierung des Motorsteuergeräts muss der Motor selbst abgestellt sein.
Komfortsteuergerät
Bei der Octavia A5FL gibt es kein 46er Komfortsteuergerät. Seine Funktionen übernimmt das 09er Zentralelektrik-Steuergerät, das eine Besonderheit hat.
Wenn Sie vor der Codierung mit dem Auto gefahren sind, antwortet es nicht auf Befehle. Um eine Antwort vom 09-Steuergerät zu erhalten – ziehen Sie den Schlüssel aus dem Zündschloss und schalten Sie dann die Zündung ein oder starten Sie den Motor, dann geht das Steuergerät in den Kommunikationsmodus.
Das Steuergerät antwortet auch nicht, wenn das Auto von innen verriegelt ist.
Licht
Seien Sie beim Ändern der Werkseinstellungen der externen Lichtquellen (Punkt 3) vorsichtig und zurückhaltend, sonst könnte ein Weihnachtsbaum entstehen, den andere Verkehrsteilnehmer nur schwer verstehen können.
Denken Sie auch daran, dass übermäßig helles Licht andere Fahrer blenden kann, was sich wiederum negativ auf die Verkehrssicherheit auswirken kann.
Verantwortung
Alles, was Sie tun, geschieht auf eigene Gefahr!
Nach vorliegenden Informationen wurden die Garantieregeln von den Vertragshändlern verschärft.
Alle Vertragshändler erhielten ein offizielles TPI vom technischen Support bezüglich der Installation von Zusatzausstattungen und Aktivierung verschiedener Funktionen.
Darin heißt es, dass selbst bei harmloser Aktivierung von „Corner“ und Installation von LED-Lampen, ganz zu schweigen von ernsthafteren Modifikationen, Vertragshändler das Recht haben, die Garantiereparatur der Fahrzeugelektrik zu verweigern.
Seien Sie äußerst vorsichtig!
2. Steuerung und Dynamik
2.1 Neukalibrierung des Gaspedals
Beschreibung
Beseitigt leicht die „Trägheit“ des Gaspedals und macht es präziser. Diese Codierung ist eine Art Lite-Version der Gaspedalcodierung.
Für eine tiefgreifendere Codierung unabhängig vom Motor wird empfohlen, sich an PetranVAG zu wenden.
Besonderheiten
Nur für 1.8 TSI- und 2.0 TSI-Motoren verfügbar.
Wird bei abgestelltem Motor durchgeführt.
Direkt nach der Codierung muss eine Drosselklappenadaption durchgeführt werden.
Codierung
Steuergerät 01 → Codierung → Lange Codierung → Byte 0 → Bits 0-2 → von 02 (Skoda) auf 01 (Audi) ändern
Hinweis
Zusammen mit dieser Einstellung sollten Sie am besten gleich XDS, BAS und TSC auf Maximum stellen.
Einige stellen die Einstellungen von Volkswagen ein – angeblich wird es im Vergleich zu Audi nicht so ruckartig.
2.2 Adaption der Drosselklappe
Beschreibung
Im Laufe der Zeit ändert sich aufgrund von Verschmutzung der Bereich „geöffnet – geschlossen“ leicht. Zur Wiederherstellung wird die Adaption durchgeführt, d.h. das Steuergerät lernt neu, wo die wirklich geschlossene und wo die offene Position der Klappe ist.
Besonderheiten
Für Autos mit elektronischer Drosselklappe (überwiegende Mehrheit der neuen Autos) Gruppe „060“ wählen, für die mit mechanischer Drosselklappe – Gruppe „098“.
Codierung
Steuergerät 01 → 04 – Grundeinstellung → im Feld „Gruppe“ den gewünschten Wert eingeben → oben rechts den Schalter „Ein/Aus“ drücken → auf Status „Adaption i.O.“ warten
Hinweis
Wenn keine der Gruppen reagiert, unterstützt Ihr Motor diese Adaption nicht.
2.3 Neukalibrierung des Automatikgetriebes
Beschreibung
Das klassische 6-Gang-Automatikgetriebe (nicht DSG!) kann nach eigenem Geschmack neu kalibriert werden. Das Verhältnis Dynamik/Verbrauch ist dabei direkt proportional.
Besonderheiten
Es gibt drei sinnvolle Einstellungen: „0000072“ – ziemlich träge Einstellung für Rentner, „0000020“ – durchschnittliche Einstellung, „0008201“ – sportliche Einstellung vom Audi TT.
Codierung
Steuergerät 02 → Codierung → 1. Feld → gewünschten Wert einstellen → Ausführen
Hinweis
Da das Automatikgetriebe konstruktiv sehr komplex ist, kann eine falsche Einstellung zu den verschiedensten Abweichungen in der Funktion, bis hin zum Defekt, führen.
Seien Sie äußerst vorsichtig! Notieren Sie vor der Neukalibrierung Ihre Werkeinstellung.
2.4 Neukalibrierung des Hauptbremszylinders (HBZ)
Beschreibung
Die Bremsleistung wird durch Anwendung der Druckeinstellungen im Hauptbremszylinder (HBZ) von Audi S3, Skoda Octavia RS, VW Golf GTI, Seat Leon Cupra erhöht.
Codierung
Steuergerät 03 → Codierung → Lange Codierung → Byte 0 → Bit 0 → deaktivieren
Steuergerät 03 → Codierung → Lange Codierung → Byte 0 → Bit 2 → aktivieren
Steuergerät 03 → Codierung → Lange Codierung → Byte 8 → Bit 7 → deaktivieren
Steuergerät 03 → Codierung → Lange Codierung → Byte 8 → Bit 5 → aktivieren
Hinweis
Es ist ratsam, nicht nur den HBZ-Druck neu zu kalibrieren, sondern auch die Bremscheiben und Bremssättel zu tauschen.
Dabei sollte auch eine Neukalibrierung durchgeführt werden. Details im Blog von PetranVAG.
2.5 Elektronisches Sperrdifferential (XDS)
Beschreibung
XDS (Electronic Differential Lock) dient zur Verbesserung der Kurvendynamik durch eine erweiterte Differentialsperre (oft auch als Komfortfahrweise bezeichnet).
Besonderheiten
Es gibt 3 XDS-Stufen: 0 – mittel, 1 – niedrig, 2 – hoch.
Codierung
Steuergerät 03 → Codierung → Lange Codierung → Byte 17 → Bit 3 → aktivieren
Steuergerät 03 → Adaption → Kanal 36 XDS → Test → gewünschten Stufenwert eingeben → Speichern
2.6 Einstellung des Bremsassistenten (BAS)
Beschreibung
BAS (Brake Assist System) hilft dem Fahrer in kritischen Situationen, in den ersten Momenten einer Notbremsung maximale Kraft auf das Bremspedal zu bringen.
Besonderheiten
Es gibt 3 BAS-Stufen: 0 – mittel, 1 – niedrig, 2 – hoch.
Codierung
Steuergerät 03 → Adaption → Kanal 09 Brake Assist → Test → gewünschten Stufenwert eingeben → Speichern
2.7 Drehmomentlenkungskompensation (TSC)
Beschreibung
Bei starkem Beschleunigen von Frontantriebsautos mit 1.8 TSI und 2.0 TSI zieht es leicht nach rechts. TSC (Torque Steer Compensation) beseitigt dieses Ziehen.
Codierung
Steuergerät 44 → Adaption → Kanal 05 TSC → Test → „1“ eingeben → Speichern
Hinweis
Man kann auch Wert „2“ einstellen, angeblich erhöht sich der Lenkeinschlagwinkel.
Beim Beschleunigen von 60-80 km/h ist am Lenkrad eine leichte Vibration spürbar – dies ist eine Besonderheit dieses Assistenten.
2.8 Einstellung der Lenkunterstützung (DSR)
Beschreibung
Driving Steering Recommendation (DSR) unterstützt beim Lenken unter schwierigen Bedingungen, z.B. bei starker Spurrillenbildung.
Besonderheiten
Es gibt 3 DSR-Stufen: 0 – hoch, 1 – mittel, 2 – niedrig.
Codierung
Steuergerät 03 → Adaption → Kanal 54 DSR → Test → gewünschten Stufenwert eingeben → Speichern
Hinweis
Bei TSI-Motoren besser Wert „0“ einstellen. Bei wem Steuergerät 03 dies nicht unterstützt, kann analog über Kanal 3 von Steuergerät 44 einstellen.
2.9 Aktivierung der adaptiven Lenkungsassistenz (DCC)
Beschreibung
Adaptive / Dynamic Chassis Control (DCC) ermöglicht es dem Servolenkungsaktuator und der verstellbaren Fahrwerk (falls vorhanden), sich an die Fahrbahnbedingungen anzupassen.
Besonderheiten
Wird nicht von allen Steuergeräten unterstützt, Funktionsfähigkeit getestet bei Softwareversionen nicht niedriger als 3305.
Codierung
Steuergerät 44 → Adaption → Kanal 8 DCC → Test → „1“ eingeben → Speichern
2.10 Anfahrassistent (HHC)
Beschreibung
HHC (Hill Hold Control) hält das Auto an Steigungen und Gefällen und verhindert sein ungewolltes Wegrollen, bis der Fahrer das Gaspedal betätigt.
Besonderheiten
Es gibt 3 HHC-Stufen: 0 – Standard, 1 – schnell (niedrige Drehzahl), 2 – lang (hohe Drehzahl).
Codierung
Steuergerät 03 → Codierung → Lange Codierung → Byte 16 → Bit 0 → aktivieren
Steuergerät 03 → Adaption → Kanal 58 HHC → Test → gewünschten Stufenwert eingeben → Speichern
Hinweis
Wenn nach der Aktivierung die ABS-Fehlermeldung nicht verschwindet, unterstützt Ihr Steuergerät HHC nicht.
2.11 Bremsscheibenreinigungssystem (BDW)
Beschreibung
BDW (Brake Disc Wiper) hält die Bremsscheiben bei Regenwetter trocken und sauber.
Das System aktiviert sich bei eingeschaltetem Scheibenwischer (manuell oder automatisch) für mehr als 5 Sekunden.
Standardmäßig sollte es aktiviert sein, aber eine Überprüfung schadet nicht.
Codierung
Steuergerät 03 → Adaption → Kanal 55 BDW → Test → „1“ eingeben → Speichern
Hinweis
Sollte standardmäßig bei allen Autos aktiviert sein, aber eine Überprüfung schadet nicht.
2.12 Kurvenbremsregelung (CBC)
Beschreibung
CBC (Corner Brake Control) regelt beim Bremsen die Bremsdrücke so, dass ein korrigierendes, drehendes „Gegendrehmoment“ erzeugt wird, wodurch das „Gieren“ beim Bremsen in der Kurve korrigiert wird.
Codierung
Steuergerät 03 → Codierung → Lange Codierung → Byte 15 → Bit 4 → aktivieren
2.13 Abschaltbare ESC
Beschreibung
Bei Autos, die nach 2008 gebaut wurden, kann ESC (Electronic Stability Control) nicht per Taste abgeschaltet werden (nur ASR wird abgeschaltet).
Diese Funktion ermöglicht es, durch langes Halten der ASR-Taste (5 Sekunden) ESC bis zum erneuten Betätigen der Taste oder Neustart des Motors vorübergehend abzuschalten.
Besonderheiten
Geeignet für Steuergeräte, deren Nummer im vorletzten Zeichen ein „B“ enthält (XXX XXX XXX BX), außer Steuergeräte mit Endungen „BD“, „BE“. Wird bei abgestelltem Motor durchgeführt.
Codierung
Steuergerät 03 → Codierung → Lange Codierung → Byte 06 → Wert „00“ durch „80“ ersetzen
Steuergerät 03 → Codierung → Lange Codierung → Byte 14 → Wert „00“ durch „01“ ersetzen
Hinweis
Bei TDI-Motoren muss Byte 14 nicht geändert werden.
2.14 Einstellung der Leerlaufdrehzahl beim 1.6 MPI
Beschreibung
Wenn die Drehzahlen schwanken, hilft diese Einstellung, sie zu stabilisieren.
Besonderheiten
Die Einstellung wird bei abgestelltem Motor und eingeschalteter Zündung durchgeführt.
Zulässiger Bereich: von 128 (entspricht 640 U/min, auf dem Kombiinstrument ≈ 700 U/min) bis 148 (entspricht 832 U/min, auf dem Kombiinstrument ≈ 850 U/min).
Die Überprüfung erfolgt bei laufendem Motor.
Codierung
Steuergerät 01 → Adaption → Kanal 01 → gewünschten Wert eingeben → Speichern
Überprüfung
Steuergerät 01 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „050“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Der Wert der Leerlaufdrehzahl befindet sich im 2. Feld.
3. Licht
3.1 Aktivierung von Tagfahrlicht (TFL)
Beschreibung
Aktiviert Tagfahrlicht (TFL) auf verschiedene Arten.
Besonderheiten
Es gibt 4 Varianten: A – TFL über zusätzlichen Abschnitt in den Nebelscheinwerfern (direkt die TFL),
B – TFL über Begrenzungsleuchten, C – TFL über Abblendlicht, D – TFL über Nebelscheinwerfer (es gibt 2 Werte: 64 – einschalten, E4 – einschalten, Möglichkeit zum Abschalten über MaxiDot).
Codierung
A) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 15 → Bit 6 → aktivieren → Bit 7 → aktivieren
B) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 24 → Bit 7 → aktivieren
C) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 11 → Bit 2 → aktivieren
D) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 14 → Bit 1 → aktivieren → Byte 15 → Bit 7 → aktivieren
Hinweis
Wenn kein MaxiDot vorhanden ist, kann bei Varianten A und D Bit 7 in Byte 15 weggelassen werden.
3.2 Betrieb von TFL in Stellung „O“
Beschreibung
In Stellung „Auto“ am Lichtschalter erfolgt je nach Helligkeit der Wechsel von TFL zu Abblendlicht.
Wenn diese Funktion aktiviert ist, leuchtet TFL nur in Stellung „Auto“. Bei Deaktivierung leuchtet TFL auch in Stellung „O“.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 26 → Bit 3 → deaktivieren (oder aktivieren)
3.3 Begrenzungsleuchten über TFL
Beschreibung
TFL leuchtet weiter, auch nachdem der Schalter auf „Begrenzungsleuchten“ oder „Abblendlicht“ gestellt wurde.
Rettet diejenigen, die ihre vorderen Begrenzungsleuchten mit „Wimpern“ abgeklebt haben.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 25 → Bit 1 → aktivieren
3.4 Abschalten von TFL bei angezogener Handbremse
Beschreibung
Solange das Auto auf der Handbremse steht, ist TFL aus. Sobald die Handbremse gelöst wird, geht TFL an.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 11 → Bit 0 → aktivieren
3.5 Abschalten von TFL bei eingeschalteter Warnblinkanlage
Beschreibung
Solange die Warnblinkanlage eingeschaltet ist, wird TFL abgeschaltet.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 15 → Bit 3 → aktivieren
3.6 Stroboskopeffekt über TFL
Beschreibung
Beim Einschalten des Fernlichts wird TFL temporär abgeschaltet. Wenn man mit dem Fernlicht „blinkt“, entstehen gute Stroboskope.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 12 → Bit 1 → aktivieren
Hinweis
Wenn man als TFL das Abblendlicht nutzt, erhält man „Super-Stroboskope“ (nicht empfohlen bei Xenon).
3.7 Stroboskopeffekt über Nebelscheinwerfer
Beschreibung
Beim Einschalten des Fernlichts werden die Nebelscheinwerfer temporär abgeschaltet. Wenn man mit dem Fernlicht „blinkt“, entstehen gute Stroboskope.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 14 → Bit 2 → aktivieren
3.8 Innenraumbeleuchtung bei geöffneter Kofferraumtür
Beschreibung
Standardmäßig geht bei geöffneter Kofferraumtür im Innenraum das Licht an (sofern der Schalter für die Innenraumbeleuchtung auf „Licht bei geöffneten Türen“ steht). Wer das nicht möchte, kann es abschalten.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 20 → Bit 1 → deaktivieren
3.9 Corner-Funktion
Beschreibung
Die Corner-Funktion bewirkt eine Kurvenausleuchtung über die Nebelscheinwerfer. Funktioniert nur bis 40 km/h und zusammen mit Abblendlicht.
Besonderheiten
Es gibt 2 Varianten: A – Einschalten abhängig von der Lenkradstellung, B – Einschalten abhängig von der Lenkradstellung und den eingeschalteten Blinkern.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 14 → Bit 0 → aktivieren → Bit 7 → aktivieren
A) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 17 → Bit 0 → deaktivieren
B) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 17 → Bit 0 → aktivieren
Hinweis
Wenn Bit 0 in Byte 14 deaktiviert wird, funktioniert nicht nur Corner nicht mehr, sondern auch die Nebelscheinwerfer.
3.10 Abschalten von Corner bei Rückwärtsfahrt
Beschreibung
Die Corner-Funktion funktioniert standardmäßig auch bei Rückwärtsfahrt. Wenn das nicht gewünscht ist, kann es abgeschaltet werden.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 26 → Bit 6 → deaktivieren
3.11 Coming-Home-Funktion
Beschreibung
Die Coming-Home-Funktion lässt nach dem Verlassen des Autos für eine gewisse Zeit das Abblendlicht (oder die Nebelscheinwerfer) und die Begrenzungsleuchten eingeschaltet, um Ihnen den Weg zum Haus zu beleuchten.
Besonderheiten
Es gibt 2 Betriebsarten: A – über Abblendlicht, B – über Nebelscheinwerfer; 2 Auslösearten: C – nach Öffnen der Fahrertür, D – nach Ausschalten der Zündung und 2 Steuerungsarten: E – automatisch (aktiviert über Lichtsensor), F – manuell (nach Ausschalten der Zündung muss man einmal Fernlicht „blinken“)
Codierung
A) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 17 → Bit 5 → aktivieren
B) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 17 → Bit 3 → aktivieren
C) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 12 → Bit 0 → aktivieren
D) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 12 → Bit 0 → deaktivieren
E) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 12 → Bit 2 → deaktivieren
F) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 12 → Bit 2 → aktivieren
Steuergerät 09 → Adaption → Kanal 23 „Coming Home“ → Test → Betriebsdauer in Sekunden eingeben (10 bis 60) → Speichern
3.12 Leaving-Home-Funktion
Beschreibung
Die Leaving-Home-Funktion schaltet nach dem Öffnen des Autos mit dem Originalschlüssel für eine gewisse Zeit das Abblendlicht und die Begrenzungsleuchten ein, um Ihnen den Weg zum Auto zu beleuchten. Auch nützlich beim Suchen des Autos im Dunkeln auf überfüllten Parkplätzen.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 17 → Bit 6 → aktivieren
Steuergerät 09 → Adaption → Kanal 24 „Leaving Home“ → Test → Betriebsdauer in Sekunden eingeben (10 bis 60) → Speichern
3.13 Komfortblinker
Beschreibung
Der Komfortblinker (auch Autobahnmodus genannt) aktiviert den Blinker für eine bestimmte Anzahl von Blinkzyklen bei leichtem Antippen des Blinkerhebels, ohne diesen in der Position „eingeschaltet“ zu fixieren.
Besonderheiten
Bei Steuergeräten 087 J und 087 Q ändert es sich nur, wenn MaxiDot auf Werkseinstellungen zurückgesetzt wird.
Codierung
Steuergerät 09 → Adaption → Kanal 31 „Blinkzyklen (Anzahl)“ → Test → Anzahl der Blinkzyklen eingeben (1 bis 5) → Speichern
Hinweis
Standardwert ist „3“.
3.14 Visuelle Bestätigung beim Ver- und Entriegeln des Autos
Beschreibung
Blinken der Blinker beim Ver- und Entriegeln des Autos mit der Originalalarmanlage.
Besonderheiten
Es gibt 2 Werte: 0 – aus, 1 – an.
Codierung
Steuergerät 09 → Adaption → Kanal 17 → Test → gewünschten Wert eingeben → Speichern
3.15 Notbremsanzeige
Beschreibung
Wird bei scharfem (Not-)Bremsen ausgelöst als schnelles Blinken der Bremsleuchten oder der Blinker (Warnblinkanlage).
Besonderheiten
Es gibt 2 Betriebsarten: A – über Bremsleuchten, B – über Blinker.
Codierung
A) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 16 → Bit 1 → aktivieren
B) Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 16 → Bit 2 → aktivieren
Hinweis
Wenn beide Varianten aktiviert sind, funktioniert die Notbremsanzeige gar nicht.
3.16 Highway-Modus
Beschreibung
Diese Funktion schaltet bei längerer Fahrt mit über 140 km/h automatisch Abblendlicht und Begrenzungsleuchten ein, den sogenannten europäischen Highway- (oder Autobahn-)Modus. Bei Geschwindigkeiten unter 140 km/h für mehr als 2 Minuten schaltet sich der Modus automatisch ab.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Steuergerät 2 RLS → Lange Codierung → Byte 0 → Bit 0 → aktivieren
3.17 Regulierung der Helligkeit von Scheinwerfern und Rückleuchten
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 19 → Bits 0-3 → aus Liste wählen
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 19 → Bits 4-7 → aus Liste wählen
Hinweis
Bits 0-3 regulieren die Scheinwerferhelligkeit, Bits 4-7 regulieren die Rückleuchtenhelligkeit.
3.18 Regulierung der TFL-Helligkeit
Beschreibung
Die Helligkeit wird bei allen TFL gleichzeitig reguliert (falls jemand etwas zusätzlich als TFL konfiguriert hat).
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 24 → Wert einstellen (in Prozent)
Hinweis
Standardwert ist 92 %.
3.19 Helligkeit der LEDs im Begrenzungsleuchten-Modus
Beschreibung
Bei der Octavia A5FL RS macht es die LED-Leuchten im Begrenzungslichtmodus heller. Bei der Octavia A5FL leuchten dabei zusammen mit den Begrenzungsleuchten die TFL.
Besonderheiten
Wenn der Stroboskopeffekt über TFL aktiviert ist, erhält man eine Art weiteren „Stroboskop“-Effekt.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 25 → Bit 1 → aktivieren
3.20 Abschalten der Abfrage der Kennzeichenbeleuchtungslampen
Beschreibung
Wenn in die Kennzeichenbeleuchtung LEDs eingebaut sind, erscheint eine Fehlermeldung. Um diese zu unterdrücken, wird die Lampenabfrage abgeschaltet.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 23 → Bit 6 → deaktivieren
3.21 Abschalten der Abfrage der Fußraumbeleuchtungslampen
Beschreibung
Wenn in die Fußraumbeleuchtung LEDs eingebaut sind, erscheint eine Fehlermeldung. Um diese zu unterdrücken, wird die Lampenabfrage abgeschaltet.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 25 → Bit 3 → aktivieren
4. Komfort
4.1 Indirekter Reifendruckkontrollsystem (RDKS) II. Generation
Beschreibung
Das indirekte Reifendruckkontrollsystem II. Generation zeigt Druckänderungen in einem bestimmten Reifen auf dem MaxiDot an. Die Erkennung erfolgt basierend auf der Drehzahl jedes Rades bei einer Druckänderung von mindestens 0,5 bar.
Besonderheiten
Erfordert keine zusätzliche Ausrüstung. Aktivierung nur möglich bei Autos mit MaxiDot, Kombiinstrument Modell nicht niedriger als 843 Q, ESC und Vorhandensein von Byte 18 im Steuergerät 03.
Codierung
Steuergerät 03 → Codierung → Lange Codierung → Byte 17 → Bit 2 → aktivieren
Steuergerät 03 → Codierung → Lange Codierung → Byte 16 → Bit 1 → aktivieren
Steuergerät 03 → Codierung → Lange Codierung → Byte 16 → Bit 2 → aktivieren
Steuergerät 19 → Geräte-Liste → Punkt „4C – Reifendruckkontrolle II“ → aktivieren → Speichern
Steuergerät 17 → Codierung → Lange Codierung → Byte 2 → Bit 0 → aktivieren
Hinweis
Nach der Aktivierung müssen Sie in Steuergerät 03 gehen und den Fehlerspeicher löschen.
4.2 Tempomat-Anzeige auf MaxiDot
Beschreibung
Diese Funktion ermöglicht es, den eingestellten Tempomatwert (nur wenn aktiv) auf dem MaxiDot anstelle des Gesamtkilometerstands anzuzeigen.
Besonderheiten
Nur relevant für Skoda Octavia A5FL 1.4 TSI.
Codierung
Steuergerät 17 → Adaption → Kanal „Cruise control display“ → Wert auf „active“ setzen → Ausführen
4.3 Automatischer Heckwischer auf MaxiDot
Beschreibung
Im MaxiDot-Menü „Komfort und Beleuchtung“ erscheint die Möglichkeit, den automatischen Modus des Heckwischers ein-/auszuschalten. Dieser bewirkt, dass der Heckwischer einmal pro Minute arbeitet, sofern die Frontwischer länger als 1 Minute im Dauerbetrieb laufen.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 25 → Bit 0 → aktivieren
4.4 Zusätzlicher Wischgang der Frontwischer
Beschreibung
Manchmal reichen nach dem Spritzen auf die Windschutzscheibe die Standard-Wischgänge nicht aus und nach etwa 10 Sekunden kullern trügerische Tröpfchen auf die trockene Scheibe.
Diese Funktion ermöglicht es, die Tröpfchen einige Sekunden nach dem Scheibenwischerbetrieb automatisch nachzuwischen.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Steuergerät 1 Wischer → Lange Codierung → Byte 1 → Bit 3 → aktivieren
4.5 Zusätzlicher Wischgang des Heckwischers
Beschreibung
Oft reicht nach dem Spritzen auf die Heckscheibe der Standard-Wischgang nicht aus und nach etwa 10 Sekunden kullern trügerische Tröpfchen auf die trockene Scheibe. Diese Funktion ermöglicht es, die Tröpfchen einige Sekunden nach dem Scheibenwischerbetrieb automatisch nachzuwischen.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 21 → Bit 4 → aktivieren
4.6 Betrieb des Heckwischers beim Einlegen des Rückwärtsgangs
Beschreibung
Standardmäßig, bei aktiven Wischern unter Steuerung des Regensensors, löst beim Einlegen des Rückwärtsgangs der Heckwischer aus. Wenn das nicht gewünscht ist (z.B. wenn er im Winter festgefroren ist), kann diese Funktion abgeschaltet werden.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 21 → Bit 6 → deaktivieren
4.7 Abschalten des Heckwischers
Beschreibung
Wenn jemand der Heckwischer stört, kann er komplett abgeschaltet werden.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 21 → Bit 0 → deaktivieren
4.8 Änderung der Aktivierungshäufigkeit der Scheinwerferreinigungsanlage
Beschreibung
Die Standardhäufigkeit (jedes 5. Mal) mag manchem zu oft und verschwenderisch vorkommen, daher kann die Anzahl der Zwischenaktivierungen des Scheibenwischers geändert werden. Bei Wert „3“ löst die Scheinwerferreinigungsanlage jedes 4. Mal aus, bei Wert „7“ jedes 8. Mal.
Codierung
Steuergerät 09 → Adaption → Kanal 26 → Test → gewünschten Wert eingeben → Speichern
4.9 Abschalten der Scheinwerferreinigungsanlage
Beschreibung
Wenn jemand die Scheinwerferreinigungsanlage für unnütze Waschmittel-Verschwender hält, kann sie abgeschaltet werden.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 20 → Bit 5 → deaktivieren
4.10 Einstellung des Lichtsensors
Beschreibung
Durch „Ausprobieren“ kann die Empfindlichkeit des Lichtsensors optimal eingestellt werden.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Steuergerät 2 RLS → Lange Codierung → Byte 1 → Bits 0-7 → gewünschten Wert wählen
4.11 Einstellung des Regensensors
Beschreibung
Viele beschweren sich über die unlogische Arbeitsweise des Regensensors. Durch „Ausprobieren“ kann seine Empfindlichkeit eingestellt werden.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Steuergerät 2 RLS → Lange Codierung → Byte 2 → Bits 0-7 → gewünschten Wert wählen
4.12 Abschalten des Lichtsensors
Beschreibung
Wenn die Arbeitsqualität des Lichtsensors gar nicht zufriedenstellend ist und eine Feineinstellung nicht gelingt, kann er einfach abgeschaltet werden. In dieser Variante wird der Lichtsensor ohne Abschaltung des Regensensors deaktiviert, aber eine Codierung des Steuergeräts 2 RLS wird dann unmöglich.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 21 → Bit 5 → deaktivieren
4.13 Abschalten des Regensensors
Beschreibung
Wenn die Arbeitsqualität des Regensensors gar nicht zufriedenstellend ist und eine Feineinstellung nicht gelingt, kann er einfach abgeschaltet werden.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Steuergerät 2 RLS → Lange Codierung → Byte 0 → Bit 5 → aktivieren
Hinweis
Für eine vollständige Deaktivierung müssen die Codierungen neu geladen werden, d.h. Auto abstellen, Schlüssel ziehen und neu starten.
4.14 Anzeige des freien Tankvolumens auf dem Display
Beschreibung
Freies Tankvolumen – ungefährer Wert in Litern, die noch in den Tank passen.
Skalenschritt – 5 Liter.
Bei vollem Tank wird „---“ angezeigt.
Die Anzeige ist sehr ungefähr und kann um +/- 10 Liter vom tatsächlichen Zustand abweichen. Die Ungenauigkeit kann durch Korrektur der Kraftstoffstandsanzeige behoben werden.
Besonderheiten
Nur relevant für Fahrzeuge des Modelljahres 2012.
Codierung
Steuergerät 17 → Adaption → Kanal „Volume to be replenished“ → Wert auf „display“ setzen → Ausführen
4.15 Synchrone Spiegelverstellung
Beschreibung
Wenn kein MaxiDot vorhanden ist, kann die synchrone oder getrennte Spiegelverstellung nur so eingestellt werden. Wenn eine getrennte Spiegelverstellung gewünscht ist, kann diese Funktion deaktiviert werden.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 8 → Bit 6 → deaktivieren
4.16 Elektrische Spiegelanfaltung
Beschreibung
Falls jemand die Funktion der elektrischen Spiegelanfaltung deaktivieren möchte, muss der Wert „4096“ vom aktuellen Wert subtrahiert werden. Umgekehrt, um sie zu aktivieren, wird „4096“ zum aktuellen Wert addiert.
Besonderheiten
Die elektrische Spiegelanfaltung wird mit dieser Methode prinzipiell deaktiviert, d.h. sie funktioniert weder mit der Alarmanlage, noch mit dem Schlüssel, noch mit dem Spiegelverstell-Joystick.
Codierung
Steuergerät 42 → Codierung → 1. Feld → gewünschten Wert einstellen → Ausführen
Steuergerät 52 → Codierung → 1. Feld → gewünschten Wert einstellen → Ausführen
4.17 Einstellung der Heizzeit für Spiegel und Heckscheibe
Beschreibung
In nördlichen Regionen reichen die standardmäßigen 10 Minuten Heizzeit möglicherweise nicht aus. Dann kann die Heizzeit verlängert (oder verkürzt, falls gewünscht) werden.
Besonderheiten
Der gewünschte Wert wird nach der Formel berechnet: Wert = Zeit (in Sekunden) / 40. Also, bei 20 Minuten Heizzeit: 1200 / 40 = 30, Wert „30“ eingeben. Es sind nur ganze Zahlen einzugeben!
Codierung
Steuergerät 09 → Adaption → Kanal 25 → Test → gewünschten Wert eingeben → Speichern
Hinweis
Standardwert ist „15“. Wenn nicht nötig, sollte die Heizzeit nicht zu lang eingestellt werden, da Scheiben und Sicherungen eine lange Betriebsdauer möglicherweise nicht vertragen.
4.18 Deaktivierung der automatischen Abschaltung der Spiegel- und Heckscheibenheizung
Beschreibung
Vielleicht möchte jemand die automatische Abschaltung der Spiegel- und Heckscheibenheizung nicht.
Codierung
Steuergerät 09 → Adaption → Kanal 25 → Test → „254“ eingeben → Speichern
4.19 Speicher für Sitzheizung vorn
Beschreibung
Die Funktion ermöglicht es, den Zustand der Sitzheizung vorne zu speichern. Sehr nützlich im Winter bei Autos mit Fernstart.
Besonderheiten
Die Speicherung der Beifahrersitzheizung funktioniert nur bei Autos des Modelljahres 2013 (funktioniert definitiv bei Steuergeräten 3T0 907 044 BS), garantiert bei Softwareversionen nicht niedriger als 12.12.
Es gibt drei Optionen: „not active“ – nicht aktiv, „active“ – aktiv, „active for 10 minutes“ – Heizung arbeitet nur 10 Minuten.
Codierung
Steuergerät 08 → Adaption → Kanal „Retention of driver’s seat heater level“ → gewünschten Wert wählen → Ausführen
Steuergerät 08 → Adaption → Kanal „Retention of passenger’s seat heater level“ → gewünschten Wert wählen → Ausführen
Hinweis
Die erste Codierung mit „…driver’s …“ aktiviert den Speicher für den Fahrersitz, die zweite mit „… passenger’s …“ für den Beifahrersitz.
4.20 Adaptive Sitzheizung vorn
Beschreibung
Die Funktion reduziert automatisch die Heizstufe der vorderen Sitze, wenn ein bestimmtes Temperaturniveau erreicht ist, d.h. bei eingestelltem Maximum wird nach einiger Zeit die Heizintensität automatisch reduziert, um die „Pobacken“ nicht zu „rösten“.
Codierung
Steuergerät 08 → Adaption → Kanal „Seat heater performance reduction“ → „active“ wählen → Ausführen
4.21 Automatische Türverriegelung
Beschreibung
Bei Erreichen einer Geschwindigkeit von 15 km/h werden mit dieser Funktion die Türen automatisch verriegelt.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 0 → Bit 2 → aktivieren
4.22 Automatische Türzentralentriegelung
Beschreibung
Diese Funktion entriegelt die Türen automatisch, wenn der Schlüssel aus dem Zündschloss gezogen wird.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 0 → Bit 1 → aktivieren
4.23 Selektive Türöffnung
Beschreibung
Selektive Türöffnung ermöglicht es, mit einem Druck auf die Entriegelungstaste nur die Fahrertür zu öffnen, mit dem zweiten Druck – alle anderen Türen.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 0 → Bit 3 → aktivieren
4.24 Steuerung mit dem Schlüssel-Fernbedienung bei eingeschalteter Zündung
Beschreibung
Standardmäßig ist die Steuerung der Türverriegelung und Fensterheber mit der Schlüssel-Fernbedienung bei eingeschalteter Zündung nicht möglich.
Diese Funktion ermöglicht die Steuerung der Komfortfunktionen mit der Fernbedienung auch bei laufendem Motor.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 4 → Bit 2 → aktivieren
4.25 Steuerung der Elektrofensterheber über die Taste auf der Mittelkonsole
Beschreibung
Standardmäßig bewirkt langes Drücken der Öffnen-/Schließen-Taste auf der Mittelkonsole das Senken/Heben der Seitenfenster. Diese Funktion kann aus irgendeinem Grund deaktiviert werden.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 3 → Bit 7 → deaktivieren
4.26 Betrieb der Elektrofensterheber nach Öffnen der Türen
Beschreibung
Standardmäßig kann bei gezogenem Zündschlüssel und erstmaligem Öffnen einer Tür von innen die Fensterheber (und das Schiebedach) bedient werden. Sobald die Tür geschlossen wird, ist die Steuerung deaktiviert. Das Deaktivieren dieser Funktion blockiert den Betrieb der Fensterheber beim Öffnen der Türen.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 4 → Bit 4 → aktivieren
4.27 Betrieb der Elektrofensterheber nach Ausschalten der Zündung
Beschreibung
Standardmäßig kann bei ausgeschalteter Zündung von innen die Fensterheber (und das Schiebedach) bedient werden. Das Deaktivieren dieser Funktion blockiert den Betrieb der Fensterheber beim Ausschalten der Zündung.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 4 → Bit 7 → deaktivieren
4.28 Automatisches Schließen der Fenster bei Regen
Beschreibung
Wenn das Auto mit geöffneten Fenstern steht und es anfängt zu regnen, schließt diese Funktion mithilfe des Regensensors automatisch die Fenster, damit Regenwasser nicht in den Innenraum gelangt.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 4 → Bit 6 → aktivieren
4.29 Warnung bei nicht angelegtem Fahrergurt
Beschreibung
Standardmäßig ist bei einigen Autos (je nach Ausstattung) die Gurtwarnerkontrolle für den Fahrer aktiviert. Wer gerne ohne Sicherheitsgurt fährt, kann diese Funktion deaktivieren.
Codierung
Steuergerät 17 → Codierung → Lange Codierung → Byte 1 → Bit 1 → deaktivieren
4.30 Betrieb der Hupe beim abgestellten Auto
Beschreibung
Standardmäßig funktioniert die Hupe nur bei eingeschalteter Zündung oder laufendem Motor. Mit dieser Codierung kann die Hupe auch beim abgestellten Auto mit gezogenem Schlüssel aktiviert werden.
Codierung
Steuergerät 16 → Codierung → Lange Codierung → Byte 2 → Bit 2 → deaktivieren
Hinweis
Selbst wenn die Codierung erfolgreich gespeichert wird, ist nicht garantiert, dass die Funktion funktioniert, da sie nur für einzelne Fahrzeuge geeignet ist.
4.31 Korrektur der Tachometeranzeige
Beschreibung
Gemäß Sicherheitsnormen sind die Tachometeranzeigen leicht gegenüber der tatsächlichen Geschwindigkeit erhöht. Für verschiedene Autos sind unterschiedliche Grade der Überschätzung vorgesehen.
Besonderheiten
Die Impulszahl von Skoda Octavia (01) überschätzt die Anzeige bei 100 km/h ≈ um 8 km/h, von Skoda Fabia (02) — ≈ um 15 km/h. Die genaueste Anzeige wird mit der Impulszahl von VW Golf (07) erreicht, aber dieser Wert lässt sich nicht bei allen Steuergeräten einstellen.
Codierung
Steuergerät 17 → Codierung → Lange Codierung → Byte 0 → Bits 0-3 → gewünschten Wert ändern
4.32 Korrektur der Kraftstoffstandsanzeige
Beschreibung
Der Kraftstoffsensor im Tank hat eine gewisse Ungenauigkeit, wodurch die Abweichung bis zu +/- 10 Liter betragen kann. Durch „Ausprobieren“ kann ein Wert gefunden werden, bei dem die Abweichung minimal ist.
Codierung
Steuergerät 17 → Adaption → Kanal 30 → gewünschten Wert ermitteln → Ausführen
4.33 Adaption der Klimaautomatik
Beschreibung
Manchmal friert an den Klappenstellmotoren der Klimaautomatik Kondenswasser fest, wodurch die Klappen schlechter öffnen, der Innenraum schlechter geheizt wird und Fehlermeldungen auftreten können.
Diese Adaption öffnet und schließt nacheinander alle Klappen, bewegt alle Innenteile der Klimaautomatik, prüft den Zustand aller Tasten und Kontrollleuchten und führt weitere Manipulationen durch, um eine eingefrorene oder festgesetzte Klimaautomatik zu „lösen“. Der gesamte Vorgang dauert etwa 1 Minute.
Codierung
Steuergerät 08 → 04 – Grundeinstellung → Kanal „Adapt flap end stop“ → Lesen → auf Status „Erfolgreich abgeschlossen“ warten
5. Multimedia
5.1 Verbesserung des Klangs des Originalradios
Beschreibung
Höherwertige Einstellung des voreingestellten Equalizers. Klangqualität ähnlich dem Superb mit 12 Lautsprechern.
Codierung
Steuergerät 56 → Codierung → Lange Codierung → Byte 5 → Bits 0-7 → 04 wählen: Seat Altea XL (5P), Skoda Superb (3Т)
5.2 Änderung der autonomen Betriebszeit des Originalradios
Beschreibung
Bei gezogenem Zündschlüssel arbeitet das Radio standardmäßig 30 Minuten.
Diese Zeit kann verlängert werden. Sie müssen sich keine Sorgen um den Akku machen – die Lastkontrolle schaltet Verbraucher (auch das Radio) bei kritischer Ladung ab. Der Wert für die automatische Abschaltung wird in Minuten eingegeben. Zum Deaktivieren dieser Funktion Wert „255“ eingeben.
Codierung
Steuergerät 56 → Adaption → Kanal 3 → gewünschten Wert eingeben → Ausführen
5.3 Russifizierung des Kombiinstruments und des Originalradios Swing
Beschreibung
Ändert die Sprache des Kombiinstruments, wodurch sich auch die Sprache des Originalradios Swing (RCD-310) ändert, allerdings nur, wenn das Radio nicht vor der zweiten Hälfte 2011 hergestellt wurde.
Codierung
Steuergerät 17 → Adaption → Kanal „Language Version“ → gewünschte Sprache wählen → Speichern
5.4 Geschwindigkeitsanzeige auf dem Swing
Beschreibung
Die sogenannte „Fahrschulfunktion“ ermöglicht es, die aktuelle Geschwindigkeit auf dem Radiodisplay anzuzeigen. Die Anzeige erfolgt nur bei Aktivierung am Radio selbst.
Codierung
Steuergerät 56 → Adaption → Kanal 2 → Test → Wert „1“ eingeben → Speichern
5.5 Servicemenü Swing / Bolero / Columbus
Beschreibung
Aus dem Servicemenü des Radios kann man viele Informationen entnehmen und einige Einstellungen vornehmen.
Codierung
Steuergerät 56 → Adaption → Kanal 50 → Test → Wert „1“ eingeben → Speichern
5.6 Änderung der DVD-Region des Columbus
Beschreibung
Nicht ganz klar, wozu, aber bei der Originalnavigationsradios Columbus kann die DVD-Region geändert werden.
Codierung
Steuergerät 56 → Adaption → Kanal 130 → gewünschte Region wählen → Speichern
Hinweis
Wert „0“ öffnet alle Regionen.
5.7 Änderung des Farbschemas des Columbus
Beschreibung
Das Standard-Farbschema des Škoda RNS-510 Columbus ist grün. Es kann aber auf das grau-rote von VW geändert werden.
Besonderheiten
Im Dropdown-Menü gibt es diesen Wert nicht, daher müssen die Bits über das Binärcode-Fenster aktiviert werden. Nach dem Speichern der Codierung muss das Radio durch gleichzeitiges Halten (ca. 10 Sekunden) der Tasten „Auswerfen“, „Mikrofon“ und „Setup“ neu gestartet werden.
Codierung
Steuergerät 56 → Codierung → Lange Codierung → Byte 7 → Bit 4 → aktivieren
Steuergerät 56 → Codierung → Lange Codierung → Byte 7 → Bit 5 → aktivieren
5.8 Einrichtung des Begrüßungsbildschirms des Columbus im neuen Stil
Beschreibung
Der alte Begrüßungsbildschirm wird durch eine Variante mit neuem Logo im Stil von 2011 ersetzt.
Codierung
Steuergerät 56 → Codierung → Lange Codierung → Byte 8 → Bit 4 → aktivieren
5.9 Bluetooth-Audio
Beschreibung
Bei Vorhandensein eines Bluetooth-Moduls ermöglichen Originalradios standardmäßig die Wiedergabe von Musik über Bluetooth-Audio, d.h. vom Telefon. Wenn diese Funktion mit ihrer Aufdringlichkeit nervt, kann sie deaktiviert werden.
Codierung
Steuergerät 77 → Codierung → Lange Codierung → Byte 4 → Bit 0 → aktivieren
5.10 Bestätigungston bei Verbindung des Telefons mit dem Bluetooth-Modul
Beschreibung
Standardmäßig wird bei Verbindung/Trennung des Telefons mit dem Bluetooth-Modul der Ton am Radio kurz unterbrochen und ein „Beep“ ertönt. Das Deaktivieren dieser Funktion entfernt den Verbindungston und unterbricht den Radioton bei Telefonverbindung nicht. Die automatische Stummschaltung des Radios bei eingehendem Anruf und während eines Gesprächs bleibt dabei erhalten.
Codierung
Steuergerät 77 → Adaption → Kanal „Bluetooth acknowledgement signal“ → Wert auf „OFF“ setzen → Ausführen
5.11 Umschalten der PTT-Taste auf „Mute“-Modus
Beschreibung
Bei installiertem Bluetooth-Modul aktiviert die PTT-Taste (Drücken des Lautstärkereglers) die Sprachsteuerung des Telefons. Wenn die Sprachsteuerung nicht gewünscht ist, kann diese PTT-Taste leicht auf den „Mute“-Modus umgeschaltet werden.
Besonderheiten
Nur nützlich für Fahrzeughalter mit Bluetooth-Modul.
Codierung
Steuergerät 16 → Codierung → Lange Codierung → Byte 1 → Bit 3 → deaktivieren
6. Weitere Funktionen
6.1 Test der Tacho- und Drehzahlmesserzeiger
Beschreibung
Beim Einschalten der Zündung laufen die Zeiger von Tacho und Drehzahlmesser von der Minimal- zur Maximalposition. Kein Funktion, aber sieht effektiv aus!
Codierung
Steuergerät 17 → Adaption → Kanal „Staging“ → Test → „active“ wählen → Ausführen
6.2 Änderung des Alarmsirenenklangs
Beschreibung
Man kann dem Klang der Originalsirene Individualität verleihen.
Besonderheiten
Es gibt 4 Klangvarianten: 0 – moduliert zehnfach, 1 – unterbrochen zehnfach,
2 – moduliert einfach, 3 – unterbrochen einfach.
Codierung
Steuergerät 09 → Adaption → Kanal 13 → Test → gewünschten Wert eingeben → Speichern
Hinweis
Modulierter Klang – klingt wie „wiiu – wiiu – wiiu“, unterbrochener – wie „piep – piep – piep“.
6.3 Entsicherung der Originalalarmanlage über den Türschloss
Beschreibung
Wenn diese Funktion aktiv ist, kann das Auto über den Türschloss von der Originalalarmanlage entsichert werden, d.h. die Radioelektronik ist nicht beteiligt und es reicht der Schlüsselbart.
Vielleicht ist das für jemanden nötig, aber die Funktion sollte besser deaktiviert werden, sonst könnte ein Dieb das Auto durch einfachen mechanischen Einbruch öffnen.
Codierung
Steuergerät 09 → Codierung → Lange Codierung → Byte 6 → Bit 2 → deaktivieren
6.4 Änderung des Serviceintervalls
Beschreibung
Aus verschiedenen Gründen kann es nötig sein, die Kilometerzahl und Zeit des Serviceintervalls zu ändern.
Codierung
Steuergerät 17 → Adaption → Kanal „SIA: maximum value of distance to service“ → gewünschten Wert in Kilometern eingeben → Speichern
Steuergerät 17 → Adaption → Kanal „SIA: maximum value of time to service“ → gewünschten Wert in Tagen eingeben → Speichern
6.5 Zurücksetzen des Serviceintervalls
Beschreibung
Diejenigen ohne MaxiDot können das Serviceintervall über VAG-COM zurücksetzen – entsprechend werden Kilometer und Tage bis zum nächsten Service auf Null gesetzt.
Codierung
Steuergerät 17 → Adaption → Kanal „SIE: Distance driven from inspection“ → „0“ eingeben → Speichern
Steuergerät 17 → Adaption → Kanal „SIE: Time from inspection“ → „0“ eingeben → Speichern
Hinweis
Man kann auch mit der „Reset“-Taste im Hauptmenü des Programms zurücksetzen, aber das ist nicht so romantisch!
7. Test
7.1 Indirekte Diagnose des Kettenzustands bei TSI-Motoren von VAG
Beschreibung
Bei Autos, die vor Anfang 2012 gebaut wurden, waren Ketten mit Fertigungsfehlern und hydraulischem Kettenspanner verbaut. Die Kettenfehler führten zu Verschleiß der Umlenkrollen, und der hydraulische Spanner „stimmte“ periodisch wegen eindickender Flüssigkeit nicht mehr, was zu Kettenlängung, Überspringen eines Glieds und dem Zusammentreffen von Ventilen und Kolben führte. Und wenn ab einem bestimmten Zeitpunkt bei Autos noch mechanische Spanner verbaut wurden, kann das Risiko, eine „defekte“ Kette aus dem Lager zu verbauen, theoretisch bei jedem Auto bestehen (besonders bei inländischer Produktion). Daher ist es besser, die Möglichkeit eines Problems vorher zu prüfen, denn die Kosten für einen Kettenwechsel sind verschwindend gering im Vergleich zu einer Motorüberholung. Die indirekte (ohne unter die Haube zu schauen) Prüfung des Zustands der Steuerkette erfolgt über die Bestimmung des Phasenwinkels.
Besonderheiten
Funktioniert garantiert bei 1.8 TSI- und 2.0 TSI-Motoren. Die Prüfung erfolgt im Leerlauf am warmen Motor. Vor oder während der Prüfung nicht gas geben, sonst sind die Werte ungenau.
Methode
Steuergerät 01 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „093“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Der Phasenwinkel befindet sich im 3. Feld „Phase Position Bank 1 Intake“.
Auswertung
Idealer Wert ist „0.00°“. Bei neuen Ketten kann der Wert bis zu „-0.10°“ variieren. Bei Autos mit hydraulischem Spanner wandert der Wert mit der Zeit in den negativen Bereich, d.h. je mehr die Kette gedehnt ist, desto stärker geht er ins „Minus“. Bei Werten unter
„-1.00°“ sollte man zur Werkstatt fahren und den Zustand visuell prüfen. Bei Autos mit mechanischem Spanner nimmt der Winkel einen positiven Wert an, d.h. bei neuen Ketten kann der Wert bis zu „+0.10°“ variieren, aber auch ein größerer positiver Winkel ist nicht kritisch.
7.2 Indirekte Diagnose des Turbinenzustands bei TSI-Motoren von VAG
Beschreibung
Bei der überwiegenden Mehrheit der VAG-Turbomotoren kann der Zustand der Turbine über die Messwerte der Ladedrucksensoren und des N75-Ventilhubs überprüft werden.
Besonderheiten
Die Prüfung erfolgt am warmen Motor, während der Fahrt, bei Drehzahlen nicht unter 2000. Idealerweise den Motor während der Prüfung auf 4500 U/min hochdrehen.
Methode
Steuergerät 01 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „115“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Der Soll-Ladedruck befindet sich im 3. Feld „Boost Pressure (specified)“.
Der Ist-Ladedruck befindet sich im 4. Feld „Boost Pressure (actual)“.
Steuergerät 01 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „114“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Der Öffnungsgrad des N75-Ventils befindet sich im 4. Feld „Boost Pressure Control (N75)“.
Auswertung
Das erste Anzeichen für die Funktionsfähigkeit der Turbine ist, dass sie den Soll-Ladedruck erreicht, d.h. der Ist-Ladedruck sollte etwa dem Soll-Ladedruck entsprechen.
Das zweite Anzeichen für die Qualität der Turbinenarbeit ist der Öffnungsgrad des N75-Ventils in %, der nicht über 80% liegen sollte.
Wenn der Ist-Ladedruck stark vom Soll abweicht und/oder der Öffnungsgrad des N75-Ventils 80% übersteigt, arbeitet die Turbine an der Grenze und es lohnt sich, sie durch realen Augenschein und Diagnose zu prüfen.
7.3 Indirekte Diagnose des DSG-7-Getriebes
Beschreibung
Das DSG-7-Getriebe ist eine recht junge Entwicklung und daher nicht frei von „Kinderkrankheiten“. Im DSG-7 drückt das Mechatronikmodul die Kupplung proportional zum zu übertragenden Drehmoment an, d.h. es spielt quasi mit den Ausrückstangen.
Je stärker wir Gas geben, desto weiter fährt die entsprechende Stange des Mechatronikmoduls aus und drückt die Reibscheibe. Entsprechend gibt es einen Arbeitshub der Stangen und Grenzwerte. Wenn die Dicke der Reibscheibe bis zum Limit abgenutzt ist, reicht der Stangenhub nicht mehr aus und die Scheibe beginnt durchzurutschen. Die Scheibe kann auch früher durchzurutschen beginnen, wenn sie durch Überhitzungen oder Verformung des Reibmaterials ihre Eigenschaften verliert. Eine natürliche Folge davon ist die Überhitzung der Scheiben.
Um „Überraschungen“ und eine kostenpflichtige Getriebereparatur nach Garantieende zu vermeiden, wird empfohlen, den Zustand anhand der Indikatoren für den verbleibenden Stangenhub, der Temperaturbereiche und der Adaption bereits während der Garantiezeit periodisch zu überprüfen.
Besonderheiten
Diese Diagnose ist nur für DSG-7 0AM DQ-200 mit Trockenkupplungen relevant und nicht anwendbar auf DSG-6 02E DQ-250. Für eine genauere Diagnose des verbleibenden Stangenhubs sollte sie idealerweise am fahrenden Auto mit Grafikaufzeichnung durchgeführt werden.
Methode zur Prüfung des verbleibenden Stangenhubs
Verbleibender Stangenhub Kupplung Nr. 1
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „096“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „097“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Der Ist-Stangenhub befindet sich im 3. Feld der Gruppe „096“.
Der maximal mögliche Stangenhub befindet sich im 4. Feld der Gruppe „097“.
Verbleibender Stangenhub Kupplung Nr. 2
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „116“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „117“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Der Ist-Stangenhub befindet sich im 3. Feld der Gruppe „116“.
Der maximal mögliche Stangenhub befindet sich im 4. Feld der Gruppe „117“.
Methode zur Prüfung des Kupplungskoeffizienten und der Verformung
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „098“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „118“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Der Kupplungskoeffizient Nr. 1 befindet sich im 1. Feld der Gruppe „098“.
Der Kupplungskoeffizient Nr. 2 befindet sich im 1. Feld der Gruppe „118“.
Der Verformungswert der Kupplung Nr. 1 befindet sich im 2. Feld der Gruppe „098“.
Der Verformungswert der Kupplung Nr. 2 befindet sich im 2. Feld der Gruppe „118“.
Methode zur Prüfung der Temperaturbereiche
Temperaturbereiche Kupplung Nr. 1
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „099“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „102“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „098“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Betriebsstunden des Getriebes bei Temperaturen unter 100°C befinden sich im 1. Feld der Gruppe „099“.
Betriebsstunden des Getriebes bei Temperaturen von 100°C bis 150°C befinden sich im 2. Feld der Gruppe „099“.
Betriebsminuten des Getriebes bei Temperaturen von 151°C bis 200°C befinden sich im 3. Feld der Gruppe „099“.
Betriebsminuten des Getriebes bei Temperaturen von 201°C bis 250°C befinden sich im 4. Feld der Gruppe „099“.
Betriebssekunden des Getriebes bei Temperaturen von 251°C bis 300°C befinden sich im 1. Feld der Gruppe „102“.
Betriebssekunden des Getriebes bei Temperaturen von 301°C bis 350°C befinden sich im 2. Feld der Gruppe „102“.
Betriebssekunden des Getriebes bei Temperaturen über 350°C befinden sich im 3. Feld der Gruppe „102“.
Der Maximaltemperaturwert der Kupplung Nr. 1 befindet sich im 4. Feld der Gruppe „098“.
Temperaturbereiche Kupplung Nr. 2
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „119“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „122“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „118“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Betriebsstunden des Getriebes bei Temperaturen unter 100°C befinden sich im 1. Feld der Gruppe „119“.
Betriebsstunden des Getriebes bei Temperaturen von 100°C bis 150°C befinden sich im 2. Feld der Gruppe „119“.
Betriebsminuten des Getriebes bei Temperaturen von 151°C bis 200°C befinden sich im 3. Feld der Gruppe „119“.
Betriebsminuten des Getriebes bei Temperaturen von 201°C bis 250°C befinden sich im 4. Feld der Gruppe „119“.
Betriebssekunden des Getriebes bei Temperaturen von 251°C bis 300°C befinden sich im 1. Feld der Gruppe „122“.
Betriebssekunden des Getriebes bei Temperaturen von 301°C bis 350°C befinden sich im 2. Feld der Gruppe „122“.
Betriebssekunden des Getriebes bei Temperaturen über 350°C befinden sich im 3. Feld der Gruppe „122“.
Der Maximaltemperaturwert der Kupplung Nr. 2 befindet sich im 4. Feld der Gruppe „118“.
Methode zur Prüfung der Anzahl der Adaptionen
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „180“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „200“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Die Anzahl der Adaptionen von Kupplung Nr. 1 befindet sich im 1. Feld der Gruppe „180“.
Die Anzahl der Adaptionen von Kupplung Nr. 2 befindet sich im 1. Feld der Gruppe „200“.
Methode zur Prüfung von Mechatronikfehlern
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „56“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „57“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Steuergerät 02 → 08 – Messwerte → im Feld „Gruppe“ Wert „58“ eingeben und „Lesen“ drücken.
Auswertung
Zum verbleibenden Stangenhub: Für jede Kupplung wird vom maximalen Wert der Ist-Wert subtrahiert – die Differenz ist der verbleibende Stangenhub. Bei neuen Getrieben liegt dieser Parameter im Bereich von 7,5 — 8,5 mm. Wenn dieser Resthub aufgebraucht ist, kann das Mechatronikmodul die Kupplung nicht mehr „andrücken“ und sie beginnt durchzurutschen.
Zum Kupplungskoeffizienten: Der Koeffizient schwankt zwischen „0,95“ und „1,00“ (manchmal zeigt der Sensor mehr als eins an, dies ist eine Besonderheit der indirekten Messung) und hängt von der aktuellen Temperatur ab. Wenn der Koeffizient deutlich unter „1“ liegt – ein Alarmzeichen.
Zur Verformung der Kupplungsscheiben: 0 mm – normal, jeder andere Wert bedeutet eine Verformung der Kupplungsscheibe, was nicht gut ist.
Zu den Temperaturbereichen: Normale Arbeitstemperatur der Kupplung bis 150°C, manchmal bis 200°C. Bis 250°C erwärmt sich das Getriebe, wenn man es übermäßig „quält“, und über 250°C ist es eindeutige Überhitzung mit allen Konsequenzen. Wenn die Werte über 200°C ausreichend hoch sind und man mit dem Auto nicht besonders sportlich gefahren ist, bedeutet das eine unzureichende Kühlung des Getriebes (z.B. durch nicht werksseitigen Motorschutz).
Zur Anzahl der Adaptionen: Normalerweise ist die Zahl der Adaptionen der zweiten Kupplung dreimal so hoch wie die der ersten. Wenn die Anzahl der Adaptionen der ersten Kupplung mehr als 1/3 der Adaptionen der zweiten beträgt, ist das ein Alarmzeichen, das auf eine Veränderung der Scheibenparameter hindeutet, d.h. das Mechatronikmodul findet keine korrekte Arbeitsposition und sucht sie ständig durch Durchführung von Adaptionen.
Zu den Mechatronikfehlern: Wenn alle Felder „65535“ anzeigen, gab es keine Mechatronikfehler.
Diese Codierungen dienen zur Veränderung von Parametern in elektronischen Steuergeräten von Fahrzeugen des VAG-Konzerns.
1. Aktivierung des Engineering-Menüs:
— Steuergerät "07", "Adaption" wählen;
— Adaptionskanal: 08 wählen;
Werte: 0-Engineering-Menü verboten, 1-erlaubt;
— Entsprechend "1" eingeben;
— "Test" drücken, dann "Speichern";
— VAG-COM schließen und MMI durch SETUP + Menürad + rechte obere Taste neustarten.
2. Aktivierung des versteckten Menüs:
— Verbindung zu Steuergerät 07 herstellen (Für MMI 3G und RNS-850 — Steuergerät 5F);
— Adaption – 10 wählen;
— Kanal 08 (Für MMI 3G und RNS-850 Kanal — 06);
— Wert von 0 auf 1 ändern;
— Speichern;
— MMI neu starten (gleichzeitig SETUP + Menürad + rechte obere Taste drücken und loslassen, wenn der Bildschirm ausgeht).
Das versteckte Menü erscheint, wenn gleichzeitig SETUP + CAR gedrückt wird.
3. Aktivierung der Standlüftung (MMI-System):
Oft gibt es Situationen, in denen man möchte, dass im Auto bei ausgeschaltetem Motor die Klimaautomatik weiterläuft (Gebläse + allgemeine Klimaversorgung). Selbstverständlich, wenn Ihr Auto nicht mit einer Standheizung (Webasto) ausgestattet ist, handelt es sich nur um den Betrieb des Gebläses ohne Zündung. Dennoch kann dies oft eine sehr angenehme Option sein (Beispiel – bei schlechtem Wetter für 15 Minuten aus dem Auto steigen, zurückkommen und nicht beschlagene Scheiben haben).
Für Systeme ohne Navigation (monochrome MMI, MMI LOW):
— Steuergerät 56 — Radio aufrufen;
— "Codierung — 07" wählen, Long Coding Helper drücken, Byte 8 Bit 2 von 0 auf 1 ändern;
— Codierung speichern;
— MMI neu starten.
Für MMI 2G Systeme (MMI HIGH):
— Steuergerät 07 — Control Head aufrufen;
— "Adaption" — Kanal 11 wählen, zum vorhandenen Wert 64 addieren;
— Test drücken, Speichern;
— MMI neu starten.
4. Wechsel der hinteren Bremsbeläge (elektrische Feststellbremse):
Bei modernen Fahrzeugen der VAG-Gruppe müssen für den Wechsel der hinteren Bremsbeläge diese „gespreizt“ werden. Früher geschah dies durch einfaches Zusammendrücken und Einschieben des Bremszylinders.
Bei modernen Autos ist die Handbremse jedoch elektrisch realisiert – per Knopfdruck. Daher muss der Kolben nicht mehr berührt werden: nicht eindrehen, nicht einschieben. Einfach VCDS-Diagnose anschließen und folgende Schritte durchführen:
1). Kolben spreizen:
— Auto anheben, Hinterräder abnehmen, Handbremse nicht anziehen, Zündung einschalten;
— VCDS anschließen, Steuergerät 53 — elektromechanische Feststellbremse öffnen, 04 — Grundeinstellung wählen, Kanal 07 öffnen, Starten.
2). Beläge wechseln;
3). Kolben in Arbeitsposition zurückbringen:
— Ebenso Steuergerät 53 öffnen, dann Grundeinstellung (04), Kanal 06 und Starten. Die Kolben mit neuen Belägen bewegen sich in die Arbeitsposition;
— Zündung aus- und einschalten. Handbremswarnleuchte blinkt. Bremspedal durchtreten, Handbremstaste drücken (ausschalten, lösen). Warnleuchte erlischt;
4). Adaption der Handbremse (Grundeinstellung):
— Wieder in Steuergerät 53 (Elektromechanische Feststellbremse), Grundeinstellung (04) wählen, Kanal 10, Starten. Die Hinterradbremsen werden entlüftet, merken sich die Positionen, sind betriebsbereit. Den Prozess und seinen Abschluss kann man im ersten Fenster dieses Kanals verfolgen.
5. Absenken des rechten Außenspiegels bei Rückwärtsgang:
— Modul 52: Door Elect, Pass.: Byte 4;
— Wert 40, ändern zu 4C (nicht anklappbare Spiegel verbaut);
— Wert 50, ändern zu 5C (anklappbare Spiegel verbaut).
6. Deaktivierung der Gurtwarner:
Steuergerät 17… Codierung… vorletzte Ziffer:
Code-Wert 0 = Keine Gurtwarnung;
Code-Wert 1 = Gurtwarnung nach Europa-NCAP-Norm (dauerhafte visuelle Warnung, akustische Warnung für 91 Sekunden);
Code-Wert 2 = Gurtwarnung nach alten US- und Kanada-Normen (visuelle und akustische Warnung für 6 Sekunden);
Code-Wert 3 = Gurtwarnung nach neuen US- und Kanada-Normen (dauerhafte visuelle Warnung, akustische Warnung alle 30 Sekunden);
Code-Wert 4 = Gurtwarnung nach Europa-NCAP-Norm (inkl. Beifahrer) (dauerhafte visuelle Warnung, akustische Warnung für 91 Sekunden);
Code-Wert 5 = Gurtwarnung nach alten US- und Kanada-Normen (inkl. Beifahrer) (visuelle und akustische Warnung für 6 Sekunden);
Code-Wert 6 = Gurtwarnung nach neuen US- und Kanada-Normen (inkl. Beifahrer) (dauerhafte visuelle Warnung, akustische Warnung alle 30 Sekunden).
7. Akustische Bestätigung beim Scharfschalten der Alarmanlage:
Steuergerät 46… 07 Coding… Zum Wert 0002048 addieren (Confirmation Anti-Theft System via Horn), d.h. wenn z.B. 1572016 war, dann 1572016+2048=1574064.
8. Anzeige der Batterieladeanzeige auf dem Display:
Völlig unnützes Zeug. Es zeigt nicht den realen Ladezustand der Batterie an, sondern ob die Batterie zum Starten ausreicht, d.h. 100% — reicht, 0% — reicht nicht. Mit anderen Worten – es ist eine Duplizierung des Batteriesymbols auf der Instrumententafel:
— Steuergerät 56 (Radio) aufrufen, dann Adaption, Kanal 39, zum vorhandenen Wert die Zahl 16 (Battery Status) addieren, speichern, im CAR Menü erscheint die Akku-Ladeanzeige;
— Basiswert 65519, muss auf neuen Wert (NEW VALUE) auf 65535 geändert werden.
9. Bei nicht angelegtem Gurt löst sich die Handbremse selbständig:
— [53 — Parking Brake];
— [Security Access — 16] (25194);
— [Adaptation — 10] -> Channel 7 von 1 auf 0 ändern.
Über VAG-COM… Steuergeräte auswählen… Steuergerät 53 wählen Elektro-Handbremse… dann Security Access oder Login… 25194 eingeben… Zurück und in Adaption 10 gehen… und in Kanal 7 von 1 auf 0 ändern… Speichern… Beenden.
10. Wenn es nervt, alle 10 Minuten das Radio bei ausgeschaltetem Motor einzuschalten:
Steuergerät "Radio" aufrufen, dann Adaption, Kanal 3 finden, 10 auf eine beliebige Zahl bis 99 ändern.
11. Deaktivierung der Scheinwerferreinigungsanlage:
— [09 – Zentralelektr.];
— [Security Access — 16];
— [Adaptation — 10];
— Kanal 6;
— z.B. auf 0 ändern.
12. Verstecktes Menü (nur mit MMI verfügbar):
CAR und SETUP 5 Sekunden gedrückt halten, wenn Menü nicht aufgeht, muss VAG-COM angeschlossen und geändert werden:
— Control head unit controller (07);
— Adaptation, Channel 8;
— Von 0 auf 1 ändern, Speichern.
13. Aktivierung der Instrumententafelprüfung bei Zündung, auch Zeigertest genannt:
— [Auswahl];
— [17 — Instrumente];
— [Codierung — 07];
— [Long Coding Helper];
— Nach "Gauge Test/Needle Sweep active" suchen, Häkchen setzen.
14. Begrüßungsbildschirm wie bei S-Line:
— Steuergerät 56 — Radio;
In der Langen Codierung zu Byte 12 (Byte 12) gehen — dort Bits, ändern auf:
00000000 — Standard;
00000001 – S5;
00000010 – RS;
00000011 – S;
00010000 – S4.
15. Anzahl der Scheibenwischzyklen zwischen den Aktivierungen der Scheinwerferreinigungsanlage:
— [09 – Zentralelektr.];
— [Security Access — 16];
— [Adaptation — 10];
— Kanal 26;
— z.B. auf 10 ändern.
16. Abschaltgeschwindigkeit der Einparkhilfe:
— [10 — Park/Steer Assist];
— [Adaptation — 10] -> Kanal 23;
— Auf 20 ändern (Maximalwert in km/h).
17. Deaktivierung des "Nachwisch"-Gangs der Wischer:
— [09 – Zentralelektr.];
— [Codierung — 07];
— [Long Coding Helper];
— [Byte 1];
— [Bit 3] — Häkchen entfernen (1 = aktiv).
18. Deaktivierung der automatischen Aktivierung des Heckwischers bei Rückwärtsgang:
— [09 – Zentralelektr.];
— [Security Access — 16];
— [Adaptation — 10];
— Kanal 19;
— Von 1 auf 0 ändern.
19. Geschwindigkeitsanzeige auf dem großen Radio- oder MMI-Display:
— Steuergerät 56 (Radio);
— Adaptionskanal — 02;
— Auf 1 setzen.
20. Hinzufügen der Lap Timer-Funktion (Rundenzeitnehmer):
— [Auswahl];
— [17 — Instrumente];
— [Codierung — 07];
— [Long Coding Helper];
— Häkchen bei "Lap Timer active" setzen.
21. Aktivierung der Sprachsteuerung des Telefons, wenn Multifunktionslenkrad und originales Bluetooth vorhanden:
— [Telefonsteuergerät];
— 00xxx?x:
0 = Voice Control OFF OR via external Device (z.B. RNS-E);
2 = English (UK);
7 = English (US);
9 = Speaker dependent (Voice Commands inactive, Acoustic Name Selection active).
22. Aktivierung der Kurvenausleuchtung über die Nebelscheinwerfer, d.h. rechts abbiegen – rechte Nebelscheinwerfer leuchtet, links – linke:
— [09 – Zentralelektr.];
— [Codierung — 07];
— [Long Coding Helper];
— Byte 4 Bit 0 — Von 0 auf 1 ändern.
23. Aktivierung der Warnblinkanlage bei Notbremsung:
— [46 — Komfortsystem];
— [Codierung — 07];
— [Long Coding Helper];
— Byte 8:
Bit 0 – Emergency Brake Flashing via Turn Lights active (1 = active);
Bit 1 – Emergency Brake Flashing via Brake Lights active (1 = active).
24. Zurücksetzen der Kilometer und Tage bis Service und bis Ölwechsel:
— Steuergerät 17 (Instrumententafel);
— 10 (Adaption) Kanäle 40, 41, 53, 55 auf "0" setzen testen und speichern.
25. Funktion "Ambient Light" – indirekte Beleuchtung.
Im Menü erscheint ein Punkt, der die Helligkeit der Fußraumbeleuchtungslampen (vorn und hinten) während der Fahrt regelt.
Für Version mit AMI (ohne Navigation):
Schritt Nr.1:
— [56 — Radio];
— [Codierung — 07];
— Long Coding Helper;
— Byte 8 Bit 7 — Interior Light Settings active — (1 = active).
Schritt Nr.2:
— [09 – Zentralelektr.];
— [Codierung — 07];
— Long Coding Helper;
— Byte 16 Bit 6 — manuell auf „1“ setzen — (1 = active).
Für Autos mit MMI:
Im versteckten Menü müssen ZWEI Menüpunkte geändert werden! Der erste, wie oben beschrieben: „Interior Light“ in „Car/Car device list“ und „Interior light“ auf 1 setzen, in „Car/Car menu operations“ das Häkchen bei „Interior light“ setzen
und erst dann:
— [09 – Zentralelektr.];
— [Codierung — 07];
— Long Coding Helper;
— Byte 16 Bit 6 — manuell auf „1“ setzen — (1 = active).
Einfacher ausgedrückt: in Byte 16 steht 0F, muss im selben Fenster manuell auf 4F geändert werden. Speichern. Danach MMI neu starten: Setup, Menürad und rechte obere Taste gleichzeitig drücken. Fertig!
26. Ökonometer.
Man sagt, dass ab Modelljahr 2010 die Option verfügbar ist, könnte aber auch bei früheren Modellen funktionieren:
— [17-Adaption];
— [Kanal 77];
— 0 auf 255 ändern.
Wird auf der Instrumententafel durch Drücken der Umschalttaste am rechten Lenkstockhebel und der Auf-/Ab-Taste angezeigt.
27. Zurücksetzen der Adaptionskanaleinstellungen (wenn man etwas falsches gedrückt hat):
In Adaption gehen: Kanal 00, Speichern drücken.
